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Kleinlastkraftwagen LAST RENAULT 150 DXi Mascott DOKA


Im Jänner 2009 wurde bei der FF Attnang ein neues Einsatzfahrzeug in Dienst gestellt, ein LAST.
Ursprünglich war der LAST als Begleitfahrzeug für die Drehleiter konzipiert. Der damalige 1. Zugskommandant und heutige Kommandant Peter Rebhan trat für ein Fahrzeug ein, welches im Einsatz als Unterstützung für die Drehleitermannschaft dienen sollte. Diese Idee wurde jedoch vorerst zurückgestellt, um dann im Jahre 2008 wieder neu aufgenommen zu werden. Das überarbeitete Konzept sah neben einer Verwendung als Begleitfahrzeug auch den eigenständigen Einsatz für kleinere technische Einsätze vor.
In einem Auswahlverfahren, bei dem 6 Fahrzeuge zur Wahl standen, einigte man sich schließlich auf einen RENAULT 150 DXi Mascott DOKA, angeboten von der ortsansässigen Firma Samhaber, mit der die Feuerwehr bereits jahrelange Kontakte pflegt.
Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Kleinlastkraftwagen mit einem höchstzulässigen Gesamtgewicht von 3.5t, somit mit einem Führerschein der Klasse B zu lenken. Dies stellt eine perfekte Erweiterung zu dem sehr stark Führerscheinklasse C lastigen Fuhrpark dar. Die Doppelkabine ermöglicht einen Einsatz mit einer schlagkräftigen Besatzung. Die Pritsche ist mit einem Planenaufbau und einer Ladebordwand mit einer Hubkraft von 750kg Hubkraft, welche von außen und innen zu bedienen ist, ausgestattet. Dies ermöglicht ein kräfteschonendes Be- und Entladen des Fahrzeuges auch durch eine einzelne Person.
Da es sich um ein Ausstellungsfahrzeug handelte und es im Originalzustand nicht speziell für den Feuerwehreinsatz konzipiert wurde, waren zahlreiche Nachrüstarbeiten nötig. Die Arbeiten zum Aufbau der Pritsche und der Ladebordwand wurden von der Firma Samhaber durchgeführt, alle anderen Arbeiten wie Elektrik, Steuerung und Beleuchtung speziell für den Feuerwehreinsatz (speziell bei Dunkelheit) wurden in Eigenregie vorgenommen.
Um das Fahrzeug als flexibles Einsatzmittel nutzen zu können und um diese Flexibilität im Einsatzfall rasch, effektiv und kräfteschonend gewährleisten zu können, einigte man sich auf die Nutzung eines Rollcontainerwechselsystems. Da diese Rollcontainer in Eigenregie hergestellt wurden, konnte man diese genau auf die Fahrzeugmaße und die Einsatzanforderungen abstimmen. So füllen 3 Rollcontainer nebeneinander die gesamte Fahrzeugbreite aus und können so seitlich nicht verrutschen. Zur Absicherung gegen Längsbewegungen sind die Rollcontainer mit 2 beweglichen und einbremsbaren Transportrollen ausgestattet. Diese Transportrollen ermöglichen eine einfache Bewegung und ein jederzeit sicheres Abstellen auf der Ladeboardwand oder am Einsatzort. Weiters werden die Rollcontainer durch eine Klemmlatte beim Transport gegen Verrutschen gesichert.
Der Großteil des benötigten Materials für den Bau der Rollcontainer wurde von einem ortsansässigen Betrieb zur Verfügung gestellt. Die Rollcontainer wurden aus Aluminiumprofilrohren gebaut und mit aufgenieteten Aluminiumblechen verkleidet. Um die Container beweglich zu machen, wurden diese mit 2 fixen und 2 beweglichen und bremsbaren Transportrollen ausgestattet. Bisher wurden bereits 10 Container angefertigt, die für die verschiedensten Einsätze abgestimmt sind.
In der Grundbeladung befinden sich ständig das Containerset Verkehrsunfälle am Fahrzeug. Dazu gehört der eigentliche Container für Verkehrsunfälle, welcher Absperr-, Sicherungs- und Reinigungsmaterial beinhaltet, der Ölbindemittelcontainer, welcher neben dem Bindemittel auch einen Streuwagen beinhaltet und der Abfallcontainer.
Bei Einsätzen nach Starkregen haben sich die Saugcontainer im Einsatz bestens bewährt. Dabei kann das Einsatzfahrzeug mehrere Einsatzadressen durch Absetzen der Container und entsprechendem Bedienpersonal abarbeiten. Dies ermöglicht einen effizienteren Einsatz der Einsatzmannschaft durch Vermeidung von Stehzeiten. In den Containern befindet sich u.a. je ein Sauger, Schlauchmaterial und Abzieher.
Bei Aufräumarbeiten nach Verkehrsunfällen hat sich das Fahrzeug ebenfalls schon bestens bewährt. Aufgrund der geringen Breite stellt es keine große Behinderung des Verkehrs dar. Das Verkehrsleitsystem am Fahrzeugheck und die mitgeführten Lotsenausrüstungen dienen weiters zur effektiven Absicherung der Unfallstelle. Bei Einsätzen mit längeren Ölspuren hat das wendige Fahrzeug ebenfalls schon seine Stärke unter Beweis gestellt.
Auch die Höhenrettungsgruppe verfügt über einen eigenen Rollcontainer, welches sämtliches Material beinhaltet. Bei Alarmierung unserer Drehleiter und Bedarf an Sicherungsmaterial an der Einsatzstelle ist dies im Alarmierungsauftrag zu berücksichtigen.
Ein weiterer Container ist mit Staffelholz und Hartholzunterlagen ausgerüstet und dient somit als Unterstützung für unser LF-B.
Weiters wurde ein Container mit einem Notstromaggregat und Halogenscheinwerfer mit Zubehör für die Ausleuchtung des Einsatzortes ausgestattet.
Vor allem als Unterstützung des TLF-A aber auch für den eigenständigen Einsatz wurde ein Container mit Sonderlöschmitteln ausgestattet.So befindet sich in diesem Container u.a. Schaummittelkanister und Bioversallöscher.
Mit diesem Fahrzeug wurde ein Einsatzgerät geschaffen, das es auch kleinen Gruppen ermöglicht, neben der eigenständigen Bewältigung diverser technischer Einsätze auch die anderen Einsatzfahrzeuge perfekt zu unterstützen. Ein wendiger und flexibler Universalist, der mit einem Führerschein der Klasse B und somit von beinahe jedem Feuerwehrmitglied zu lenken ist.
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