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Einführung ELIS - ein weiteres Erfolgsprojekt der FF Attnang


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Motivation

Obwohl wir sehr verwöhnt sind mit der Anzahl an äußerst ortskundigen Personen, die die Straßen und die Bewohner bestens kennen, starteten wir basierend auf der Initiative von Lotsenkommandant BI Stefan EIBL zum Jahreswechsel 2012 auf 2013 Die ein Erfolgsprojekt. Dies auch deshalb, da wir mit unserer Drehleiter immer öfter auch zu Hilfeleistungen in Nachbargemeinden gerufen werden und dort die örtlichen Gegebenheiten oft nicht kennen.
Das Ziel lautete: Visualisierung der Einsatzadresse auf einer elektronischen Karte in entsprechender Größe (Lesbarkeit) und mit höchstem Grad an Automatisation.
Auf der Suche nach einem fertigen System gelangten wir auf das System ELIS - Kurzform für Einsatzleit- & Informationssystem. Dabei handelt es sich um ein 3-semestriges Studienprojekt der FH Hagenberg mit den Projektpartnern OÖLFV, BFK Urfahr-Umgebung, BFK Freistadt und der FF Puchenau, unter derzeitiger Betreuung und Weiterentwicklung von Wolfgang STEINBICHL von der FF Puchenau.
Schnell war ein Zugang unter www.steinbichl.com beantragt, die Dokumentationen heruntergeladen und durchgearbeitet. Schnell war klar, die Software wird weit über unser Ziel hinausgehen. Fasziniert von den Versprechungen der Dokumentation und mit neuen Visionen ausgestattet machte sich der EDV-Beauftragte AW Markus LOHNINGER an den Download der kostenlosen Software und an die Installation auf einem Testrechner.
Zufällig wurden wir am Folgetag der Testinstallation zu einer Hilfeleistung in die Nachbarstadt gerufen, wobei die Einsatzmannschaft leichte Probleme hatte, die Einsatzadresse zu finden. Nach dem Einsatz fanden sie per Zufall Ausdrucke unter anderem über den Anfahrtsweg und eine Detailansicht des Brandobjekts und dessen unmittelbare Umgebung. Das Testsystem hatte seine erste Feuertaufe bestanden, obwohl die Information erst im Nachhinein zur Verfügung stand. Dieser Einsatz verbunden mit der Tatsache, Anfahrtszeit eingespart zu haben, hätte man die Information bereits vor Ausfahrt gehabt, machte es überflüssig, eine Diskussion über eine Einführung des Sytsems zu führen. Der Entschluss des Kommandos stand fest: ELIS ist so rasch wie möglich bei der FF Attnang einzuführen.

Die Software ELIS

Überblick

ELIS besteht aus mehreren Bausteinen, die miteinander kommunizieren. Zentrales Element bildet ELIS Service, die Schaltzentrale des Systems. ELIS Service liest die Daten aus der WAS-Endstelle, kombiniert diese mit Daten, die der Benutzer zu pflegen hat und bereitet diese uA für folgende Anwendungen auf:
  • SMS
  • Drucker
  • E-Mail
  • Visualisierung
  • Sprachausgabe
  • Webportal
Konfiguriert werden diese Bausteine mittels der Software ELIS Konfiguration. Zum Betrieb des Webportals ist ein IIS (Internet Information Server) nötig. Die Daten für das System sind entweder über das Webportal oder mittels ELIS Verwaltung zu pflegen.

ELIS Visualisierung

Der Hauptentscheidungsgrund für ELIS ist der Baustein ELIS Visualisierung. Mithilfe dieses Programmes werden Einsatzdaten aus dem WAS oder auch manuell angelegte Einsätze übersichtlich dargestellt. Neben den Einsatzinformationen wird auch eine Karte mit dem Anfahrtsweg zum Einsatzobjekt angezeigt. Dies ist natürlich nur möglich, wenn dem Einsatz eine gültige Adresse hinterlegt wurde. Zur Anzeige wird Google Maps eingebunden, somit kann auch beliebig in die Karte gezoomt werden bzw. der Kartenausschnitt verändert werden.
Dies ist bei uns vor allem dann notwendig, wenn wir in Nachbargemeinden gerufen werden. Dann wird aufgrund der Länge der Anfahrt der Weg nur grob dargestellt. Zoomt man in den Einsatzort, kann man sich die Anfahrt im Detail ansehen. Die paar Sekunden sind es wert zu investieren, um den Einsatzort besser finden zu können.
Wir haben diese Visualisierung in der Mannschaftsumkleide zwischen den beiden Türen in die Fahrzeughalle platziert. Dort befindet sich an der Wand ein Fernseher mit einem kleinen PC dahinter, der für die Visualisierung sorgt. Dieser Rechner ist an das Netzwerk angebunden und bekommt die Daten von ELIS Service, das auf unserem Server läuft. Unter dem Fernseher befindet sich ein Taster, mit dem man den Status von alarmiert auf ausgerückt direkt am WAS stellen kann. Dies wird natürlich unmittelbar in ELIS übernommen.
Weiters befindet sich in diesem Bereich ein Drucker, der direkt an das Netzwerk angeschlossen ist. Auf diesem Drucker werden bei einem Einsatz durch ELIS Service automatisch Einsatzdokumente gedruckt. Diese umfassen zumindest die Einsatzmeldung (Details zum Einsatz), die Anfahrtsskizze und die Detailansicht inkl. Wasserentnahmestellen des Einsatzortes. Weiters werden abhängig von der Einsatzadresse und des Einsatzstichwortes weitere Dokumente gedruckt, wie zum Beispiel eine Anleitung für die Bedienung des entsprechenden Liftes bei den Einsatzstichwörtern „Eingeschlossene Person in Lift“, „Brand Gebäude Menschenansammlung“ und Brandeinsatz oder eine Einsatzkartei, die die wesentlichen Information einer Einsatzadresse oder eines Einsatzabschnittes beinhaltet. Bei der Anzahl der Dokumente und dessen Kombinationsmöglichkeiten ist kaum eine Grenze gesetzt.
Bei einem Einsatz werden diese Einsatzmittel von der ersten Einsatzmannschaft dem Drucker entnommen und auf den Taster „ausgerückt“ gedrückt. So hat der Einsatzleiter bereits am Anfahrtsweg die Möglichkeit, sich ein erstes Bild über die Gegebenheiten vor Ort zu verschaffen und verfügt über weitere wichtige und gezielte Informationen, die über die Zeit aus Erfahrungen zusammengetragen wurden. Nach Betätigen des Tasters wird vollautomatisch eine zweite abgespeckte Version von Einsatzdokumenten gedruckt, die der weiteren Einsatzmannschaft zur Verfügung stehen. Im Bedarfsfall können weitere Dokumente gedruckt werden.
Dieselben Dokumente werden auch auf dem Netzwerkdrucker in der Einsatzzentrale gedruckt, damit das Personal am Florian ebenfalls über einen guten Überblick der Einsatzstelle und wichtige Informationen verfügt.

Die Hardware

Im Prinzip reicht für den Betrieb von ELIS ein einzelner PC aus, der mit der WAS-Endstelle mittels eines Netzwerkkabels verbunden ist. Die Systemvoraussetzung findet man als Download im Portal auf www.steinbichl.com.
Da wir bereits über ein Client-Server-System verfügten, haben wir die WAS-Endstelle ins Netzwerk eingebunden, ELIS Service und ELIS WebPortal auf unserem Server und ELIS Verwaltung und ELIS Visualisierung auf den Clients installiert.
Um der Einsatzmannschaft möglichst viel Informationen beim Ausrücken mitgeben zu können haben wir in der Mannschaftsumkleide neben der Tür zur Fahrzeughalle einen Farblaserdrucker und eine Visualisierung platziert. Der Laserdrucker hängt direkt im Netzwerk (Achtung auf netzwerkfähigen Drucker) und bekommt seine Aufträge vorrangig von ELIS Service am Server. Die Wahl ist aufgrund des Preis-Leistungsverhältnisses auf den Ricoh xxxxx gefallen.
Angezeigt werden die Daten auf einem xx Zoll Fernseher, einem SAMSUNG UExxxxxx, der an der Nettop Box xxxxxx hängt. Auf diesem kleinen PC, der hinter dem Fernseher versteckt ist, läuft ELIS Visualisierung. Um ein Beenden der Visualisierung zu unterbinden läuft permanent ein Dienst mit, der prüft ob die Visualisierung läuft und diese gegebenenfalls wieder startet. Sollte der PC ausgeschaltet werden, wird dieser per WakeOnLAN wieder aufgeweckt, er meldet sich vollautomatisch ans Netzwerk an und startet die Visualisierung. Aus diesem Grund verfügt der ELIS-Benutzer über sehr stark eingeschränkte Rechte. Gesteuert wird dies mittels einer Funktastatur und einer Funkmaus.

Fazit

Das System hat sich schon mehrmals im Einsatz erfolgreich bewährt. Anfängliche Zweifel über dessen Zuverlässigkeit haben sich rasch gelegt, eine gesunde Portion an Menschenverstand ist jedoch nach wie vor mitzubringen, da Google Maps nicht immer jene Wege anzeigt, die mit Feuerwehrfahrzeugen auch befahrbar sind. Deshalb ist es wichtig, die Einsatzkarteien entsprechend zu pflegen und auf diesen „Fehlern“ entgegenzuwirken. Bisher wurden noch keine negativen Stimmen zu dem System laut, im Gegenteil, die Kameraden kommen immer mit neuen hervorragenden Ideen und Wünschen an uns.
Das System lebt und bedarf einer laufenden Pflege. So konnten wir zwar das Projekt der Einführung erfolgreich beenden, ELIS wird uns weiterhin beschäftigen und verblüffen. Wolfgang Steinbichl sorgt laufend dafür, dass wir wieder Neues entdecken und nutzen dürfen.
Auf diesem Wege möchten wir ihm und allen an der Entstehung des Systems Beteiligten recht herzlich für dieses System und für die Energie der Weiterentwicklung danken. Vorbildhaft ist auch Wolfgangs Reaktionszeit bei Fragen oder Problemen. HERZLICHES DANKESCHÖN von der FF ATTNANG.

Wünsche

Das System ist nicht nur für eine einzelne Feuerwehr alleine geschaffen worden. Sehr viel Potential sehen wir in der Kommunikation der einzelnen Systeme miteinander. So ist es mit ELIS möglich, Daten laufend, manuell oder bei Realeinsätzen zwischen Feuerwehren zu synchronisieren. Somit stehen die gepflegten Informationen zu einem Einsatzobjekt allen eingesetzten Feuerwehren zur Verfügung, die Pflege der Daten muss nur von einer Stelle durchgeführt werden. Dieser Informationsvorsprung kann sicher die bereits jetzt schon hohe Einsatzqualität auf eine neue Ebene heben.
Leider ist das System in unserem Bezirk Vöcklabruck noch sehr schwach vertreten und wir stehen in unserer unmittelbaren Umgebung leider isoliert da. Es würde uns freuen, weitere Feuerwehren für das System begeistern zu können und laden alle Interessierten ein, das System bei uns zu besichtigen. Wir würden uns über einen Besuch sehr freuen.
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